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Sonntag, 16. Januar 2011

Die als Schulbusse eingesetzten Fahrzeuge sind überwiegend ausgemusterte Linienbusse: alt, laut, schlecht isoliert, aber bequem - und sie fahren.
Bei so vielen, unverschämterweise permanent atmenden, Schülern beschlagen die Scheiben innerhalb kürzester Zeit. Die kleinen Belüftungsschlitze versuchen halbherzig, die Fenster wieder freizupusten - mit dem Erfolg, dass an der oberen Seite kleine freie Elipsen entstehen. Sonst ist die Scheibe lediglich klar zu durchblicken, wenn einer der dunstverursachenden Schüler sie mit der Hand oder - unfreiwillig - mit der Schulter putzt.
Man gewöhnt sich daran.
Die Scheiben beschlagen langsam, unauffällig, und kaum einer bemerkt, dass irgendwann das Leben draußen von einem grauen Schleier behängt und matt erschein. Konturen bleiben gleich, Menschen, Häuser, nur die Straßenschilder sind schlecht zu lesen. Die Farben sind noch blasser, als der märzliche Windertag sie eh schon hervorbringt.

Mit dem Rücken des rechten Zeigefingers treibe ich ein verzerrtes Loch in den Nebel meiner Scheibe.
Ich erschrecke fast über die ironischen Parallelen von diesem kleinen, alten Bus zur kleinen großen (all)täglichen Welt;
So viel, so selbstverständlich, egal
ob gut, ob schlecht, nur aus der Entfernung
wahrgenommen, wie schmecken, wie riechen bei Erkältung,
hören mit Druck auf den Ohren,
sehen durch beschlagene Scheiben....

Dienstag, 20. April 2010

Als die 6 nach Umspringen der Ampel auf grün um die Kurve bog, um nach kurzem Blick auf den Leher Bahnhof an der Eisenbahnstraße gleich wieder zu halten, standen bereits drei Autos an der just rotgewordenen Ampel und warteten. An die vorderen zwei erinnere ich mich kaum, ich meine, es war ein älteres Modell mit harten Kanten dabei. Das Dritte jedoch lenkte meine Aufmerksamkeit auf sich:

Ein dunkler Wagen, bedeckt von...Konfetti, wie mir im ersten Moment schien. Im nächsten Augenblick realisierte ich, dass es sich um Blätter handelte, blassrosane Blütenblätter, kaum so groß wie ein Daumennagel. Das Fahrzeug musste unter einer Zierpflaume oder etwas ähnlichem geparkt haben. Irgendwie erinnerte mich die Situation an das Sakurafest in Japan. Das muss wundervoll sein.
Die Ironie offenbarte sich kurz darauf, als der Bus vollständig um die Kurve gefahren war, bereits bremste und ich Gelegenheit hatte, in das rosa betupfte Auto zu sehen, das fast dekorativ dort stand: 
Ein Typ saß drin, mit etwas langgezogenem Gesicht, der bestimmt kein Gespür für Rosa hatte. Ich glaube, es wäre ihm sogar peinlich gewesen. 

einfach schön =D

Samstag, 17. April 2010



There's a place 
in your mind
that your eyes
cannot find.
Still it's able to hide - 
To hide away from fullfilling a dream.

But there will
come the time,
when you see
the sky shine
blue and bright through the clouds - 
The clouds you will be albe to deny...
me, beim Frühstück

Montag, 15. März 2010


Freier Fall


Eigentlich ist Fallen gar nicht so schlimm...

das Gefühl von Ohnmacht und Orientierungsverlust gleicht fast der Schwerelosigkeit.


Eigentlich tut fallen gar nicht weh.

Nur der Aufprall ist schmerzhaft, allein der Gedanke daran macht Angst.


Eigentlich ist fallen gar nicht schlimm...

Es ist wie fliegen in die andere Richtung, man lernt, seine Flügel zu schätzen.


Eigentlich kann man das Fallen sogar genießen,

solange man sicher ist, dass jemand da ist, der einen auffängt.




[für Lena]

Freitag, 12. März 2010

Die als Schulbusse eingesetzten Fahrzeuge sind überwiegend die ausgemusterten Linienbusse: 
alt, laut, schlecht isoliert, aber im Vergleich recht bequem - und sie fahren nunmal.
Bei so vielen, unverschämpterweise permanent atmenden, Schülern jeden Morgen beschlagen die Scheiben innerhalb kürzester Zeit . Die kleinen Belüftungsschlitze versuchen halbherzig, die Fenster wieder frei zu pusten - mit dem Ergebnis, dass an der oberen Seite kleine, freie Elipsen entstehen. Sonst ist die Scheibe lediglich klar zu durchblicken, wenn sie einer der dunstverursachenden Schüler ein Guckloch hineinreibt oder sie unfreiwillig mit der Schulter putzen. Die Scheiben beschlagen langsam und unauffällig, und kaum einer bemerkt, dass irgendwann das Leben draußen von einem grauen Schleier behängt und matt erscheint.

Konturen bleiben dieselben, Menschen, Häuser, lediglich Straßenschilder sind schlecht zu lesen. Die Farben sind noch blasser, als einer der hoffentlich letzten winterlichen Tage im März sie eh schon hervorbringt. 

Mit zwei Fingern - ich fahre rückwärts - treibe ich ein verzerrtes Loch in den Nebel meiner Scheibe...
und erschrecke fast über die ironischen Parallelen von diesem kleinen, alten Bus zu der kleinen großen Welt.

So viel, so selbstverständlich, egal ob gut ob schlecht, nur aus der Entfernung wahrgenommen,

Wie schmecken und riechen bei Erkältung,
hören mit Druck auf den Ohren,
wie sehen durch beschlagene Scheiben.

Nehmen wir das Leben nicht mehr wahr?
Sehen wir es als selbstverständlich?

Wie die Schleier, die langsam aber stetig die Sicht vernebeln, bemerkt man nicht, die die Gewohnheit beständig den Wert des Besonderen stiehlt.
Dass ein Mensch dich häufig zum Lachen bringt, macht es nicht selbstverständlich, den Menschen aber umso unentbehrlicher - jedes Lachen ist wie ein Sonnenstrahl, selbst wenn im März noch Winter ist.

Und der Regen scheint schon wärmer...

[Bus]

Noch seh' ich durch die Kronen der Bäume
den nackten, grauen Himmel grellen.
Doch kann ich sie beim Ruf der Lärche,
mir in tiefem satten Grün vorstellen.

Die Welt scheint grau, in Wartestellung,
Hofft auf Sonne, warme Erhellung.

Der Frühling naht...

[me, Bus]

Samstag, 6. März 2010


     
To watch you pass by

with emotionless eyes                        
   
                         sometimes feels as if

a part of me dies...       

[msn, me]

Donnerstag, 4. März 2010

   
Der Wind fordert den Schnee zum Tanz,
ein übermütiges Spiel...


Longing for something unwanted, 

annoyed by hope, 

falling for a stranger...

[FB, me]

Mathematisch wäre das Leben also - in dreidimensionaler Grafik - emotional betrachtet nur eine Frage von Betrag und Vorzeichen. 

[FB, me]




Wär das Leben 
eine leis' rollende Kugel 
und jeder Mensch ein Würfel drin, 
würd mancher an dem andern 
kleben, 
kurz begegnen oder 
übersehn, 
wären manche Kanten abgerundet 
und manche wie Dornen, 
manche ließen an sich heran, 
andre würden Abstand wahren...

[FB, me]

    To watch you pass 

by with emotionless eyes                                             

                               sometimes feels as if 

a part of me dies...             

[msn, me]

Freitag, 26. Februar 2010



Sieh, die Regentropfen 
rinnen,
wie Tränen an Scheiben
still vorbei.
Schnee schmilzt, graue 
Wolkendecken
und der Winter
singt Good Bye.

[R. 206, me]

Freitag, 29. Januar 2010


 Independence

I was a soldier, I stopped to feel
Learned to follow, they know what's real.
It took some time till I found what's right,
now I'm a warrior of life
(tbc)
[Boulevard, me]


              neige...
Silence dehors

musique ici

et en mon coeur...

[R. 217, me]

Sonntag, 13. Dezember 2009


Was du hoch wirfst,
fällt wieder hinab.
Egal ob gut oder nicht.
Darum kommt Gutes von oben
alles andere aber auch

 
 Wolkenberge bringen Schatten
bringen Regen, bingen Leben,
zeichnen Kunst in endloses Blau.

'Was wäre der Himmel ohne ein paar Wolken',
wenn nicht wie ein leeres Blatt Papier?
Ein Ozean ohne Wellen.
Ob leichter Schleier, wie ein Schäfchen,
verwischt, weiß oder dunkelgrau -
Sei sicher, dahinter scheint immer die Sonne.
[SVZ]]

Dienstag, 8. Dezember 2009


Die Busse sind alt, sie klappern, scheppern laut. Als die Busse noch modern warenm sahen die Menschen anders aus, heute passen die Menschen nicht ins Bild.
[Gedanke zur dem Bild eines jungen Mannes mit Ipod in einem klapprigen Bus in Prag]